Alpenüberquerung im Ballon

2004 konnte ich meine erste und bisher erste Alpenüberquerung im Ballon unternehmen. Es war sehr anstrengend, aber ein riesiger Genuß. Außer dem Teilnehmen am Ballontreffen in Albuquerque gibt es für einen Ballonfahrer eigentlich keine Steigerung mehr.

Alpenüberquerung im Ballon

In fast 4 Stunden erreichten wir von Kempten aus ein kleines Bergtal bei Bagolino in der Nähe von Bergamo in Italien. Bei einer grandiosen Fernsicht, einem dampfenden gelben Smiley, Temperaturen von -20 Grad in 6200 m Höhe und Windgeschwindigkeiten bis 120 km/h war es ein faszinierendes Erlebnis. 240 km mit dem Ballon. Alle Fotos in unserer Fotogalerie.

Wie muss das Wetter sein?

Bei einer Überquerung im Ballon müssen die meteorologischen Bedingungen 100% stimmen, damit die Fahrt ein voller Erfolg wird und problemlos durchgeführt werden kann: Strenge Nordwinde müssen in der Höhe herrschen – ab ca. 5.000 m MSL ist man auf der sicheren Seite. Wenn der Wind zu langsam ist, kommt man nicht schnell genug über den Hauptkamm. In diesem Fall reicht der Gasvorrat nicht und man ist gezwungen in einem der engen Alpentäler zu landen.

Wie lange dauert die Fahrt und können diese durchgeführt werden?

Typische Zeit sind die Monate November bis Februar, da man in dieser Zeit schon den ganzen Tag (aufgrund der schwachen Thermik) fahren kann. Im Sommer wäre es zu warm und das Zeitfenster für eine Fahrt wäre zu kurz. Je nach Windgeschwindigkeit benötigt man zwischen 3 und 5 Stunden.

Alpenüberquerung im Ballon

Wo kann man mitfahren?

Wer auch in diesen Genuß kommen möchte, dem empfehle ich sich bei einem professionellem Luftfahrtunternehmen im Allgäu zu erkundigen. Einen Anbieter finden Sie beispielsweise hier. Wir selbst nehmen keine Gäste mit, das überlassen wir den langjährig erfahrenen Alpinisten. Denn es gibt einige Unternehmen, die sich quasi auf solche Abenteuer spezialisert haben.

Wenn Ihnen eine komplette Überquerung zuviel kostet bzw. zu aufwendig ist, fahren Sie doch mit uns im Allgäu. Die nächsten Termine finden wieder im Januar/Februar 2007 statt!

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Alpenüberquerung im Ballon

Wie schnell und wie weit fährt ein Heissluftballon?

Dies ist eine der häufigsten an uns gestellte Fragen.
Ein Ballon fährt mit Hilfe des Windes. Deshalb richtet sich auch seine Geschwindigkeit allein nach der Windgeschwindigkeit. Da der Ballon in der Luft ‚mitschwimmt’ merkt man als Korbinsasse von der Windgeschwindigkeit eigentlich nichts. Am Boden, bei Start und Landung, sollte aber die Windgeschwindigkeit ca. 18 km/h nicht überschreiten (Das sind gut 10 Knoten im Ballonfahrerjargon), da es sonst schwierig wird, ihn zu kontrollieren.

In der Luft ist die Geschwindigkeit relativ egal. Bei Alpenüberquerungen im Ballon erreicht man schnell mal über 120 km/h. Bei normalen Fahrten sind 50 km/h schon sehr schnell.
Die Fahrtrichtung eines Ballons kann vom Piloten nur begrenzt beeinflusst werden, denn der Wind bestimmt neben der Geschwindigkeit auch die Richtung. Eine gewisse Steuerung ist möglich, indem der Pilot die unterschiedlichen Windrichtungen in den verschiedenen Höhen ausnutzt.

Für die Höhe einer Ballonfahrt gibt es in der Troposphäre grundsätzlich keine Grenze, sie hängt hauptsächlich von den Wetterbedingungen und der Beladung des Ballons ab. Bei normalen Ballonfahrten, bei denen keine Gebirge überquert werden, bewegt sich der Ballon meist in einer Höhe von 150 bis 3000 Metern.

Somit legt man bei normalen Ballonfahrten in der Regel zwischen 5 und 30 km zurück. Diesen Sommer war es zumindest bei meinen Ballonfahrten entweder windstill oder besonders windig, so dass Weiten von 30 km nichts außergewöhnlich waren.

Fazit:

Heissluftballone bewegen sich allein mit dem Wind. Dieser bestimmt die Weite und die Richtung. Vor der Ballonfahrt wird vom Ballonpiloten eine ausführliche Analyse der Windbedingungen gemacht. Deshalb kann man meist erst kurz vor der Ballonfahrt sagen, wie weit und in welche Richtung die Fahrt gehen wird. Sollte das Wetter – „das Ballonwetter“ nicht gewisse Vorraussetzungen erfüllen, wird die Ballonfahrt abgesagt.

Vergleich Gasballon und Heissluftballon

„Mit dem Gasballon auf grosse Fahrt“ heisst ein Artikel, der nun bei der Schweizer „Thurgauer Zeitung“ erschienen ist. Erzählt wird von den zwei einzigen Thurgauer Gasballonpiloten Kurt Frieden aus Hohentannen und Stefan Zeberli aus Heldswil.

Es wird von tagelangen Gasballonfahrten erzählt und den vergangenen Abenteuern der 2 Ballonfahrer.
Interessant ist der Vergleich Gasballon und Heissluftballon:

Heissluftballone:

  • fahren am frühen Morgen oder am Abend.
  • sind birnenförmigen.
  • Die Luft in der Ballonhülle wird mit einem Propangasbrenner erhitzt. Dadurch wird die Luft im Ballon leichter als die kältere Luft um den Ballon.
  • Um den Ballon in der Luft zu halten muss der Pilot muss immer wieder nachheizen.
  • Heissluftballone gibt es in verschiedenen Grössen. Von 1000 bis 10 000 Kubikmeter. Kleinere für Wettkämpfe, grössere für Passagierfahrten.

Gasballone:

  • können den ganzen Tag fahren, unabhängig von der Thermik.
  • sind runde Kugeln.
  • sind gefüllt mit einem Traggas, meist Wasserstoff oder Helium. Dieses Gas ist wesentlich leichter als Luft.
  • gibt es in den Grössen 780 bis 1050 Kubikmeter. Sie haben demzufolge eine definierte Tragkraft. Zählt man davon das Gewicht des Ballons und der Passagiere ab, erhält man das Restgewicht, welches in Form von Sand- und Wasserballast mitgeführt wird
  • haben keinen Brenner: Um aufzusteigen, muss Ballast abgeworfen werden, will der Pilot sinken, kann er über ein Ventil oben am Ballon Gas ablassen. Je sparsamer er mit dem Ballast umgeht, umso länger bleibt der Ballon in der Luft.
  • sind rund viermal kleiner als ein Heissluftballon, um das gleiche Gewicht zu tragen.

Ballonfahrten in Baden-Württemberg – Google Maps Mashup

Im 2. Teil dieser Google Maps Mashup Reihe möchte ich die „Landschaft“ der Ballonfahrer im Ländle genauer unter die Lupe nehmen. Die Karte findet ihr hier.

Zum Zeitpunkt dieses Postings sind 14 Luftfahrtunternehmen mit insgesamt 59 Startplätzen eingetragen.

Ballonfahrten auf der schwäbischen Alb werden von etlichen Ballonfahrern angeboten, derzeit sind dies die Ballon-Crew Uwe Betz, BSG Sonnenbühl, Hohenzollerische Ballonfahrer GmbH, Ballonsport Brummann, Ballonfahrer Balingen und die Ballonsportgruppe Ebingen.

Im Breisgau und am Rhein fahren Ballooning2000 aus Baden-Baden und das Team von Norbert Blau mit seinen Ballonen. Am Bodensee und in den angrenzenden Gegenden zur Schweiz fahren die Bodensee Ballöner. Eine ebenso beliebte Gegend zum Ballonfahren – nicht nur im Winter – ist das Ostallgäu und die Voralpen. Einige wenige Ballonfahrer in der angrenzenden Schweiz findet ihr auf einer extra Karte.

Wir selbst vom Ballonservice Pfahlheim bieten in Ellwangen, auf der Ostalb und im Nördlinger Ries unsere Ballonfahrten an. Im Winter fahren wir in Oberstdorf und Kempten direkt vor oder in den Alpen.

Keine Hitze – Sommer – Ballonfahrten am Wochenende!

Aufgrund der großen vorherrschenden Hitze werde ich dieses Wochenende keine Ballonfahrten in Augsburg unternehmen.

Aus dem heutigem Ballonwetterbericht des DWD:

„Temperatur: 2 Stunden vor Sonnenuntergang 28 bis 32 Grad C

Tageshoechsttemperatur: 30 bis 34 Grad C“

Wie schon beschrieben, macht das Ballonfahren jenseits der 30 Grad Temperaturen wirklich kein Spaß. Zeit für den Biergarten oder den Badesee.

Sommer Ballonfahrt

Sommer Balonfahrt

Neuer Höhenrekord im Heissluftballon

Der Inder Vijaypat Singhania Der Inder Vijaypat Singhania ist in einem Heißluftballon bis auf 69.852 Fuß Höhe, das sind 21.291 Meter, aufgestiegen und erzielte damit einen neuen Höhenrekord. Der bisherige Rekordhalter, der Schwede Per Lindstrand, hatte 1988 über dem US-Bundesstaat Texas nur 19.811 Meter erreicht. Der betagte „Heißluftastronaut“ hat rund 40 Jahre Luftfahrterfahrung und bereitete sich sechs Monate mit intensivem Training auf den Versuch vor. Auch seine Ausrüstung war rekordverdächtig: Die Gondel – eine isolierte Druckkapsel aus Aluminium – hängt an einem 487.680 Kubikmeter großen Ballon, der etwa so hoch ist wie ein 22-stöckiges Gebäude. Die Außenhülle aus geripptem Nylon kann 80 Tonnen Luft einschließen. Ein versiegeltes Barometer, installiert von der internationalen Vereinigung der Aeronauten, hat nach der Landung Auskunft gegeben, wie erfolgreich Singhanias Fahrt war.

Auch wenn der Rekord schon am 26.11.2005 stattfand, wurde dieser erst jetzt von der internationalen http://www.fai.org nach gründlicher Prüfung anerkannt:

FAI has ratified the following Class A (Free balloons) record :
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Claim number : 12267
Size category AX-15 (Hot-air balloons: 22 000 m³ and above)
General Category
Type of record : Altitude
Course/location : Mumbai (India)
Performance : 21 027 m
Pilot : Vijaypat SINGHANIA (India)
Balloon : Cameron Balloons Z-1600
Date : 26.11.2005
Previous record : 19 811 m (06.06.1988 – Per Axel LINDSTRAND, UK)
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FAI congratulates the pilot on his splendid achievement.

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