Fotos vom DDR-Fluchtballon
27. März 2007Letztens erst habe ich von der DDR-Flucht im Heissluftballon geschrieben. Und versprach die exklusiven Fotos einzuscannen, die mein Vater vor ca. 10 Jahren bei einem Ballontreffen geschossen hat.
Also, here we go. Die Hülle war aus verschiedenen Bettlaken zusammengenäht, was man hier problemlos sehen kann.


Mit einem modernem Ballonbrenner wurde der Ballon aufgerüstet. Durch die länglichen Form und der schmalen Öffnung war das ganr nicht so einfach. Auf dem Bild unten ist Peter Strelzyk (Zunge!) zu erkennen.

Zusammen mit dem Gründer der deutschen Heissluftballonfirma Schroeder Fireballoons Theo Schröder besteigt er die Plattform, die die acht Personen angeblich über die Grenze getragen haben.

… und Theo wundert sich, wie man ohne modernes Parachute Ballonfahren konnte – denn das fehlte beim Fluchtballon.

Mittlerweile habe ich auch etwas gefunden, was die beiden Familien heute machen:
“Wieder zurück in Thüringen
Nach der Wende zog die Familie um Peter Strelzyk wieder zurück nach Thüringen. “Die ganzen Beweggründe für unsere Flucht damals sind doch längst weg”, freut sich der heute 63-Jährige. Ballon- oder Fluchttraumata habe keiner von ihnen davon getragen und auch sonst könne er nur Gutes über die Ballonflucht sagen, erzählt Peter Strelzyk zum 25. Jahrestag vor einem Jahr. Seine Söhne sind zwischenzeitlich längst erwachsen und berufstätig, Peter Strelzyk mehrfacher Opa. Das Ehepaar Wetzel dagegen blieb nach der Flucht in Franken und zog ins oberfränkische Betzenstein. Der Fluchtballon wird übrigens bis heute im Heimatmuseum in Naila ausgestellt – als Touristenattraktion der spektakulären Republikflucht.” via br-online
“Die Familie lässt sich in Naila nieder, zieht später in die Schweiz. Zu den „Fluchtpartnern“ bricht der Kontakt ab. Nach der Wende kehren Peter und Doris Strelzyk zurück nach Pößneck. „Wir haben zuerst zur Miete gewohnt und dann in unserem alten Haus. Zu ihren alten Nachbarn haben sie ein gutes Verhältnis. „Der überwiegende Teil sagt: Das habt ihr toll gemacht“, sagt der Rentner.
1999 hat das Ehepaar seine Fluchtgeschichte im Buch „Schicksal Ballonflucht“ veröffentlicht. Derzeit arbeitet Peter Strelzyk an einem neuen Buch über einen thüringischen Fluchthelfer, der DDR-Bürger im Flugzeug über die Grenze geschafft hat.
Sohn Andreas Strelzyk lebt heute in Baden-Württemberg und arbeitet als Maler und Lackierer. Sein Bruder Frank ist in Bayern geblieben. Der Elektrotechniker besucht wie die anderen Familienmitglieder regelmäßig Schulen und andere Einrichtungen, um von der Flucht in den Westen zu erzählen. Und wenn er keine Zeit hat, schickt er seinen 18-jährigen Sohn Sebastian. „Der kennt die Geschichte schon genauso gut wie ich.“ ” via tagesspiegel




