Vom Fliegen, Fahren, Gehen und Laufen
Dass die deutsche Sprache nicht immer so einfach ist, aber trotzdem sehr sehr interessant, wissen wir nicht erst seit dem Bestseller “Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod”.
Bastian Sick schreibt in seinem Spiegel-Blog “Zwiebelfisch” vom Fliegen, Fahren, Gehen und Laufen. Es gibt allerlei komische Situationen, in denen wir beweglichen Objekten doch allzu eigenartige Fortbewegungsbeschreibungen zukommen lassen. Über Ballone schreibt er:
“Luftballons können nur fliegen, solange sie klein sind. Wenn sie zu richtig großen Ballonen ausgewachsen sind, dann fliegen sie nicht mehr, sondern fahren. Wer einen Ballonfahrer als Ballonflieger bezeichnet, handelt sich unter Garantie eine Korrektur inklusive kostenloser Belehrung ein. Manche Ballonfahrer scheinen nur darauf zu warten, dass irgendein Laie ihnen eine Frage stellt, die das Wort “fliegen” enthält, auf dass sie ihn wortreich über den Unterschied zwischen “fliegen” und “fahren” aufklären können.
Der Grund dafür, dass Ballone fahren, liegt in der Seefahrt. Die frühe Luftfahrt orientierte sich an der Seefahrt; entsprechend wurde das Vokabular von der Seefahrt auf die Luftfahrt übertragen. Beim ersten Fluglinienverkehr kamen noch keine Flugzeuge, sondern Luftschiffe zum Einsatz.”
Sehr gut erklärt, weiteres gibt es bei ballonfliegen.de !
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