Ballonfahrten Artikel in der Wirtschaftswoche
Aufgrund meines Urlaubs und diverser Geschäftsreisen komme ich leider erst jetzt dazu, auf einen Bericht über Montgolfiaden in der Wirtschaftswoche Ausgabe 35 vom 28.08.2006 hinzuweisen. Doch hier findet man den Bericht online.

Der Autor Thorsten Firlus besuchte die Ballontreffen in Leipzig und Warstein und schildert seine Eindrücken von diesen Events. Er recherchierte allerlei Interessantes über die Ballonfahrer:
“1350 Ballons mit Heißluft sind derzeit in Deutschland zugelassen, 42 für den Betrieb mit Gas. Die Zahl der Ballons ist in den vergangenen Jahren konstant geblieben, aber die Körbe sind größer geworden. Sie bieten heute Platz für bis zu 18 Personen. Bis zu 120.000 Passagiere fahren bei 42.000 Fahrten inzwischen in Deutschland jährlich in einem Ballon mit.”
Diese Aussagen kann ich nur bestätigen: Es gibt sehr wenige neue Ballonfahrer bzw. Luftfahrtunternehmen. Die bestehenden Unternehmen sind aufgrund des Kostendruck gezwungen größere Ballone einzusetzen und tauschen die kleinen aus. Ich weiss noch genau, als mein Vater 1989 einen der ersten 3000er Schroder gefahren ist, der wirklich als enorm groß galt. Heute fahren die wenigsten Unternehmen mit solchen kleinen Ballonen.
Der “Warsteiner Himself” Albert Cramer erzählt wie er zum Ballonfahren kam:
“Albert Cramer, Chef der Warsteiner-Brauerei, kam schon Anfang der Siebzigerjahre zum Ballonfahren und wurde zu einem der Pioniere dafür in Deutschland. „Ich wollte eigentlich einen Pilotenschein für ein Kleinflugzeug machen. Dann kamen aber drei meiner Freunde innerhalb kurzer Zeit bei Flugunfällen ums Leben“, so Cramer, und er stieg aufs Ballonfahren um. „Wer richtig fliegen will, darf nur das als einziges Hobby betreiben“, meint Cramer.”
Heute ist der Himmel voll mit Warsteiner Ballonen, in Deuschtland gibt es schätzungsweise 100 Ballone, darunter auch die der Deutschen Nationalmannschaft.
Der Feind des Ballonfahrers
“Berechenbarer Wind und klares Wetter sind der Wunsch aller Piloten. Schlimmer als zu viel Wind ist nur noch eines: Windstille. „Da fahren Sie keinen Meter mehr, und irgendwann müssen Sie halt runter“, sagt Gärtner. Nach einem Start in Köln war irgendwann kein Lüftchen mehr. Weil Ballons maximal bis eine halbe Stunde nach dem Sonnenuntergang noch in der Luft sein dürfen, konnte er nicht mehr warten und musste herunter. Dem sogenannten Verfolger, der nach jeder Ballonfahrt den Anhänger für Korb, Brenner und Hülle zum Landeplatz bringt, konnte er anschließend genau sagen, wo er war: „In Leverkusen, Am Kühnsbusch 47G, im Garten eines Mehrfamilienhauses.“ “
Ja, das Gefühl kann ich nachvollziehen, als ich vor einigen Jahren am Ufer des Ammersees überglücklich landete, mit 4 leeren Gasflaschen. Puh!
Alles in allem ein sehr lesenswerter Bericht, der Spaß aufs Ballonfahren macht! Auch wenn meines Erachtens zuviel Werbung für das gewisse Bier aus W***** gemacht wird. Aber schaden wird ein solcher Bericht der Ballonfahrergilde sicherlich nicht.

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