Ballonunglück nahe Ulm – Existenzdruck der Ballonfahrtunternehmen?
Da dieses Weblog nicht nur Werbung für die Ballonfahrergilde sein soll, sondern auch kritisch hinterfragen soll, muss ich leider auch über solche traurige Vorfälle berichten:
Am Samstag, den 18.08.2006, ist in der Nähe von Leipheim/Bayern ein Heissluftballon aufgrund eines aufziehenden Gewitters abgestürzt. Der 61jährige Ballonführer wurde bei der Landung zusammen mit einem der sechs Mitfahrer aus dem Korb geschleudert. Daraufhin stieg der führerlose Ballon wieder und kam erst in einer 100 m entfernten Stromleitung wieder auf den Boden. Zum Glück hatten die Tragseile des Ballons keinen kontakt mit den Stromleitungen.
Einige Zeitungen berichten in ihren online-Ausgaben darüber. Anscheinend sogar die Bildzeitung.
- Heißluftballon knickt Hochspannungsmast
- Ballonfahrt endet in Stromleitung
- Ballonfahrt endet nach missglückter Notlandung an einem Strommasten
- Landung mit Verletzten
Da ich angesprochen wurde, ob es sich um einen unserer gelben Ballone handelt (da ein gelber Ballon auf dem Foto zu sehen ist): Nein!
Es war zwar eine Ballonfahrt in Augsburg geplant, die aber gerade aufgrund dieser von Westen herannahender Front abgesagt wurde.
Seien wir froh, dass nicht mehr passiert ist und wünschen den verletzten Mitfahrern baldige Genesung.
Existenzdruck der Ballonfahrtunternehmen?
Trotz allem muß man über den Existenzdruck der Ballonfahrtunternehmen bei solch einem schlechten Wetter im August nachdenken. Ich bin leider kein einziges Mal im August in die Luft gekommen (nicht nur wegen meines 2wöchigem Urlaubs), da das Wetter einfach nicht mitspielte.
Da ich nicht vom Ballonfahren leben muß, ist auch ein solcher Monat verkraftbar. Auch wenn er schmerzt. Diejenigen, die vom Ballonfahren leben, gehen dadurch durchaus mal ein erhöhtes Risiko ein, um zumindest ein paar Mitfahrer zu befördern.
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Am 8. März 2007 um 01:05 Uhr
[...] Grundsätzlich liegt die Entscheidung immer auf Seiten des Pilotens. Ich zumindest gehe null Risiko ein – da gibt es leider Gottes auch andere Luftfahrtunternehmen, die bei grenzwertigem Wetter auf Teufel komm raus in die Luft gehen. Gerade in Zeiten schlechtem Wetters ist der Druck besonders groß zu fahren und somit Geld zu verdienen. In der Vergangenheit habe ich hier schon mehrmals über Ballonunfälle (hier oder hier ) berichtet, bei denen das Wetter ausschlaggebend war. [...]